TTA-tibial tuberosity advancement

Kreuzbandriss

Der Kreuzbandriss des Hundes ist eine sehr häufig auftretende orthopädische Erkrankung des Kniegelenkes. Über Jahrzehnte haben sich weit über 150 Methoden der Versorgung des vorderen Kreuzbandrisses entwickelt.
Neben den häufig eingesetzten "konventionellen Methoden" (z.B. Kapsel-Faszienraffung, lateraler Fadenzügel) kommen in den letzten Jahren vor allem die sogenannten "Osteotomie-Methoden" TPLO (tibial plateau leveling osteotomy) und TTA (tibial tuberosity advancement) als Goldstandard zur Versorgung des vorderen Kreuzbandrisses zum Einsatz.
Während die konventionellen Methoden versuchen, das gerissene Kreuzband zu ersetzen oder auch den Verlauf des Bandes nachzuahmen, wird bei den Osteotomie-Methoden die Biomechanik im Kniegelenk verändert.
Wir führen die TTA als neuere Technik durch, da sie im Vergleich zur TPLO weniger invasiv ist und die Anatomie des tragenden Teils der Tibia (Schienbein) nicht verändert.

Das Prinzip der TTA

Bei dieser Operationsmethode wird der vordere Anteil der Tibia durch einen Sägeschnitt soweit nach vorne verlagert und in der korrigierten Position mit Implantaten stabilisiert, sodass Kniescheibenband und Tibiaplateau im rechten Winkel zueinander liegen. Somit werden die Scherkräfte im Kniegelenk neutralisiert und die Funktion des vorderen Kreuzbandes wird damit überflüssig.

Gerade bei mittelgroßen und großen Rassen führt diese OP Methode zu besseren Resultaten (schnellere Rekonvaleszenz und Belastung der operierten Gliedmaße und somit auch schnellere Entlastung der gesunden Seite).
Welche OP Methode beim einzelnen Patienten zum Einsatz kommt, ist abhängig von Rasse,
Alter, Aktivität, Gewicht und dem Röntgenbild des Kniegelenks.

Falls Sie noch Fragen haben, beraten wir Sie gerne!